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Namibia Teil 5: Ein Fazit

Familienfoto

Da ich denke, ihr habt langsam genug von meinem Namibia-Urlaub, komme ich nun zum Ende ;).

Das Allerwichtigste zuerst:

Ein riesengroßes DANKESCHÖN an meine Mama! Dafür, dass sie dem Kleinen einen Mini-Baby-Druckverband gemacht hat, als er sich mit einer Gurkenreibe den Finger aufgeschnitten hat. Dafür, dass sie ruhig geblieben ist, als ich panisch wurde. Dafür, dass sie den vollen Durchblick hatte, als in meinem Kopf alles nur voller Blut war. DANKE!!!

Verband

Keine Angst, der riesenfette Verband sollte ihn nur davon abhalten, das Pflaster abzuknibbeln. Am zweiten Tag hatte er dann auch nur noch einen Socken drübergezogen.

Ein paar andere Dinge, die ich in diesem Urlaub nicht missen wollte:

Die aufblasbare Sitzerhöhung für den Kleinen (unsere ist von Roba)! Ich weiß, es geht auch ohne, aber ich  habe beim Essen immer lieber die Hände frei… Da wir ja auch nicht sooo oft meinen Schwiegervater besuchen, hätte ich es albern gefunden, wenn er für den einen Monat einen Hochstuhl gekauft hätte. Außerdem ist man mit so einer Reise-Sitzerhöhung viel flexibler. Sie hat sogar auf den Barhockern in der Ferienwohnung gehalten! Ich fand sie auf jeden Fall superpraktisch, da auch so gut wie kein Restaurant über Kinderhochstühle verfügt hat. Nur in Windhoek hatten wir Glück und selbst da gab es meist nur einen, sodass er in zwei von drei Fällen schon belegt war. Das Foto ist in Joe’s Beerhouse in Windhoek aufgenommen, sehr lecker (auf jeden Fall reservieren!).

Sitzerhöhung

Wenn man im Inland unterwegs ist, sollte man immer frisches Obst dabei haben! Auf dem Weg nach Etosha hatten wir an einem Rastplatz Mittagspause gemacht und etwas Brot gegessen. Als wir wieder am Einpacken waren, kamen vier Jungs, die nebendran gespielt hatten. Sie gingen zur Mülltonne um zu schauen, was wir weggeschmissen hatten (einer leckte sogar die leere Wurstpackung aus). Einer der Jungs kam dann zu uns und fragte nach Geld für Essen. Mein Schwiegervater griff daraufhin unter den Rücksitz und zog ein Netz Apfelsinen hervor. Vier Stück davon gab er dem Jungen, der sofort mit den Armen wedelnd zu seinen Freunden rannte und die Apfelsinen verteilte.

Ganz wichtig, auch die Molton-Unterlage, da man schließlich nie weiß, wie im Urlaubsort das Essen vertragen wird und wann, wo und wie es wieder rauskommt ;). Bettwäsche wechseln ist auch nicht überall so leicht wie Zuhause, also lieber auf Nummer sicher gehen.

Die langen Strecken, nach Swakopmund/Etosha/Windhoek, sind wir alle mit einem 7-Sitzer gefahren. Zwei Sitze vorn, zwei in der Mitte und drei hinten. Den Kleinen und mich schön in der Mitte geparkt, saß so immer mindestens eine Person auf der Rückbank, die helfen konnte ihn zu bespaßen. Je mehr Leute auf der Rückbank, desto mehr Spaß!

Ich hätte leben können, ohne…

Was mir ein bisschen den Spaß vermiest hat und der Hauptgrund, warum ich diese Reise genau so nicht noch einmal mit einem Kind in dem Alter machen würde, waren die langen Autofahrten bei der großen Hitze. Sowohl der Kleine als auch wir selbst haben ab einem gewissen Punkt einfach nur noch gelitten. Endlich an den jeweiligen Zielen angekommen (Welwitchia, Etosha, …) wurden wir Erwachsenen für die Anstrengung entschädigt und waren wieder happy. Der Kleine musste aber weiter ausharren während wir staunten, durfte nicht Krabbeln wie er wollte und verstand gar nicht, was gerade passierte. Sollte also irgendwann ein Geschwisterchen kommen und wir fliegen wieder den Opa besuchen, dann schieben wir eine ruhige Kugel. Eventuell ein bisschen Stadtbummel, Spazierengehen am Strand und ansonsten ganz viel Entspannen auf der Farm.

Das Positive

Auch wenn die offiziellen Programmpunkte nicht so kindertauglich waren, hat der Kleine trotzdem ganz viel aus dem Urlaub mitgenommen:

Er hat gelernt frei zu Stehen, ganz ohne festhalten! Hunde sind nicht mehr so erschreckend wie vorher und „Ei“-machen funktioniert jetzt einwandfrei. Während der langen Safari-Touren in Etosha hat er begonnen den Finger auszustrecken und „DA!“ zu rufen :). Er hat gelernt mit einem Strohalm zu trinken und Küsschen zu geben!

Fazit

Ich bereue auf keinen Fall, die Reise gemacht zu haben, auch wenn ich jetzt vieles anders gemacht hätte. Für so kleine Kinder ist Sightseeing halt uninteressant, aber das wäre an jedem anderen Urlaubsort genauso. Ich freue mich trotzdem riesig auf weitere Namibia-Urlaube, wenn der Kleine größer ist und alles richtig mitbekommt!

Schlussendlich lässt sich festhalten, dass kleine Kinder sehr leicht glücklich zu machen sind. Es braucht nur ein bisschen Sand,Wasser und Liebe 😉

Sandspielzeug

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Namibia Teil 4: Freizeitbeschäftigung und Ausflüge

Bisher habe ich ja fast nur über die Flüge und übers Einkaufen berichtet. Was aber das wirklich Spannende an so einem Namibia-Urlaub mit Baby ist, sind natürlich die Freizeitaktivitäten. Unsere Reise lässt sich in dieser Hinsicht in drei große Abschnitte teilen: Stadt (Swakopmund/Windhoek inkl. Tagesausflüge), Land (Wilsonfontein) und Abenteuer (Etosha-Nationalpark).

Stadt

Die Freizeitgestaltung sah in Swakopmund und Windhoek recht ähnlich aus: Shopping im Supermarkt und den Malls oder Sightseeing, was durch die Teerstraßen auch mit Buggy möglich war. In Swakopmund gefiel dem Kleinen natürlich der Strand am Besten, der Atlantik war leider ein bisschen zu kalt zum Planschen ;). Den Swakopmundern war es gottseidank auch zu kalt, so war der Strand meistens schön leer. Schön war für ihn auch der Ausflug ins Aquarium. Den Düsseldorfer Aquazoo gewöhnt, war es für mich persönlich ein bisschen winzig, durch den Tunnel mit Haien und Rochen gibt es trotzdem genug zu sehen. Wir waren zur Fütterungszeit dort, und die in den Tunnel gestiegenen Taucher scherzten durch die Scheibe mit den Kindern und winkten. In Swakopmund gefällt mir sehr gut, dass es so schön klein ist und man alle wichtigen Punkte in höchstens 30 Minuten Fußweg erreichen konnte. In Windhoek mussten wir da schon ein bisschen mehr laufen, um die Museen und Denkmäler zu finden, die in den Reiseführern angepriesen werden. Diese sind für Kinder eher uninteressant, dafür gibt es mehrere Parks mit Spielplätzen und Imbissbuden. Vor allem für den Schatten der Bäume ist man dort dankbar und kann es sich schön mit einer Picknickdecke auf dem Rasen gemütlich machen. In Windhoek waren es nämlich ca. 35°C, im Gegensatz zu den 15°C in Swakopmund. Dass es dem Kleinen klimatisch an der Küste besser gefallen hat, muss ich wohl nicht hinzufügen.

Wdhk Tintenpalast

Von Swakopmund aus haben wir aber auch ein paar kleine Ausflüge gemacht, zum Beispiel den Welwitchia Trail. Nachdem wir uns in Swakopmund ein Permit für die Einreise in den Namib-Teil des Namib-Naukluft-Parks besorgt hatten, ging es recht früh am Morgen los. Denn auch wenn wir bis zum Beginn des Trails nur 20 Minuten ins Inland fuhren, stiegen die Temperaturen sehr schnell rapide an. Bis zur Abzweigung fuhren wir auf Teerstraße, bzw. das letzte Stück auf guter Schotterpiste. Bis zur Moonlandscape, ging es auch noch ganz gut. Die „Mondlandschaft“ besteht einfach nur aus kahlen Hügeln, die sich bis zum Horizont erstrecken. Ist für uns ziemlich beeindruckend gewesen, aber wie die meisten schönen Landschaften, für Kinder wahrscheinlich eher unspannend ;). Weiter der Strecke zu den Welwitchias folgend wurde die Piste aber richtig schlecht. Man fuhr nur noch auf Wellblech, das Auto wurde durchgeschüttelt und man konnte teilweise nur 30kmh fahren, während es im Auto immer heißer wurde. Für die Erwachsenen hatte sich die Tortur gelohnt, als wir an der riesigen, mehr als 1600 Jahre alten Pflanze ankamen. Der Kleine freute sich einfach nur aus dem Auto zu kommen und ein bisschen Krabbeln zu können.

Welwitschia

Ich wollte meinen Eltern den Trail unbedingt zeigen, daher haben wir das durchgezogen. Da ich vorher schonmal dagewesen bin, hätte ich es ohne sie aber nicht gemacht. Es war einfach viel zu anstrengend und ich war nur noch froh, als wir zurück in der kühlen Wohnung waren.

Ein Ausflug der sich wesentlich besser mit Kindern machen lässt, ist der nach Walvis Bay. Ein kleines Städtchen mit Industriehafen und wenig Sehenswürdigkeiten, ABER einer Lagune, in der sich Flamingos, Pelikane und Robben tummeln. Von Swakopmund führt eine gut befestigte Straße zwischen Dünen und Atlantik in einer halben Stunde nach Walvis Bay. An der Promenade gibt es dann Parkplätze, eine öffentliche Toilette und ein paar Restaurants, in denen man gut zu Mittag essen kann. Vögel gucken sollte man allerdings vorher, weil Mittags die Flut kommt und die Tiere sich verziehen.

Walvis Bay

Zwischen Walvis Bay und Swakopmund liegt die Düne 7, die größte Sanddüne der Welt. Während mein Vater mit dem Kleinen am Auto gewartet hat, sind wir Anderen bis zur Spitze hochgelaufen. Wirklich kleinkindgeeignet ist so ein kurzer Halt zum einmal hoch- und runterlaufen natürlich nicht. Man sollte schon einen halben Tag einplanen. Am Fuß der Düne sind nämlich Palmen gepflanzt worden, es gibt Grillstellen und Sitzmöglichkeiten. Es waren natürlich viele Touristen da, aber auch viele Einheimische, vor allem Familien, die dort gegessen, Musik gehört und sich mit Freunden getroffen haben.

Dune 7


Abenteuer

Etosha war von einem ganz anderen Kaliber. Alleine die ca. 400km Hinfahrt nahmen schon einen halben Tag in Anspruch und wir mussten zwei längere Pausen machen, in denen der Kleine aus dem Sitz rauskonnte und etwas Bewegung bekam. Da wir uns ja wieder im Inland befanden, war es auch wieder wärmer, was die lange Fahrt zusätzlich erschwerte. Ich hatte also schon böse Vorahnungen, was die nächsten Tage anging. In Etosha macht man nämlich Folgendes: Mit dem Auto lange Strecken von Wasserloch zu Wasserloch fahren, dort anhalten und Tiere gucken und NIEMALS aus dem Auto aussteigen!

Etosha Löwin

Die Erwachsenen fanden es natürlich super, wie immer :). Für ihn war es dann aber doch auch ganz witzig, weil wir mit sechs Mann im Auto waren und er die ganze Zeit bespaßt wurde. In den sich im Park befindlichen, staatlichen Camps konnte man ( auch als Nicht-Übernachtungsgast) Mittagspause machen. Es gab dort immer Toiletten, ein Restaurant, einen Souvenir-Shop, ein Kiosk und natürlich ein Wasserloch, mit Schattenplätzen sogar! Leider war der Boden nirgends dazu geeignet den Kleinen krabbeln zu lassen, sodass wir ihn die ganze Zeit auf dem Schoß halten mussten. Das hat ihm ja mal sowas von gar nicht gefallen! Grandios fand er dafür den zu jedem Camp gehörenden Pool, in dem er sich so richtig abkühlen konnte. Auch wenn ich grundsätzlich gegen Pools bin und sie für eine riesen Wasserverschwendung halte, war ich einfach nur froh drum, weil er so megaviel Spass im Wasser hatte. Das Camping hat auch super geklappt, aber das hatten wir im Sommer ja auch schon in Deutschland geübt.


Land

Die meiste Zeit des Urlaubs haben wir aber natürlich auf Wilsonfontein verbracht bzw. beim Opa ;). Hauptbeschäftigung hier war das Spielen im Sand, der zur Freude des Kleinen einfach überall verteilt war.

Sandkasten

Als Spielkameradin diente die Tochter der Angestellten, die ganz schnell anfing ihn zu bemuttern :). Auch die acht Farmhunde waren fasziniert von dem neuen Vierbeiner, der da auf einmal auf Augenhöhe herumkrabbelte und er verlor schnell die Scheu vor den doch teilweise recht großen Tieren.

Spazierfahrt

Die Farmrundfahrten waren im Gegensatz zu denen in Etosha sehr entspannt. Man konnte anhalten, aussteigen und zurückfahren wie man lustig war und an den Wassertränken für die Tiere gab es immer Zeit zu Plantschen.

Wasserratte

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Namibia Teil 3: Shopping

Ich weiß, voll klischeemäßig, aber Shopping gehört im Urlaub halt dazu ;).

Sundown

Swakopmund

In Swakopmund waren wir fast eine ganze Woche, da habe ich also am meisten ausgegeben :P. Ich hatte natürlich nicht daran gedacht Hausschuhe mit nach Namibia zu nehmen. Da in unserer Ferienwohnung aber Steinfußboden war, brauchte man diese mehr als dringend. Also ging es erstmal zum Klamotten einkaufen. Das Primark-Äquivalent im südlichen Afrika ist MrPrice. Da bekommt man qualitativ nicht ganz so hochwertige, aber modische Anziehsachen zu günstigen Preisen. Für Urlauber mit zuviel Geld gibt es in Swakopmund mehrere Safari-Bekleidungsläden. Wenn man etwas ausgefallenere Kleidung haben möchte, muss man in den vielen kleineren Boutiquen gucken. Bei Colors am Ankerplatz habe ich mir zum Beispiel zwei schöne Batikkleider gekauft. Wenn man genau hinschaut, sieht man eins davon auf dem Foto unter meiner Jacke hervorflattern… Babysachen gab es ganz tolle bei Ackermans, wobei da viel mehr süße Mädchensachen waren. Im Pick’n’Pay-Supermarkt habe ich für den Kleinen ganz viele T-Shirts mit Comichelden gekauft :).

T-Shirt (1) T-Shirt (2)

Im Spar gab es shooshoos, die mir von Olaf’s Tante empfohlen wurden. shooshoos sind handgemachte Baby-Lederschuhe aus Südafrika, von denen es Krabbelschuhe und Lauflernschuhe mit fester Sohle gibt. Man kann sie auch in Deutschland im Internet bestellen (Amazon, windeln.de, baby-markt.de). Da waren soo viele süße dabei, aber ich habe mich dann für zwei Paar entschieden. Einmal Krabbelschuhe mit einem Pinguin, schließlich kommt der Winter. Und ein paar braune gefütterte Stiefelchen. Ich habe sie in Größe XL genommen, das ist zwar von 18-24 monaten, aber die in L haben ihm gerade noch so gepasst und die gefütterten Schuhe braucht er dann ja eh erst so im Dezember. So zumindest der Plan, konnte ja niemand mit diesem Mistwetter rechnen…

Shooshoos

Und für mich gab es auch noch was in Swakopmund: Stoff in Hülle und Fülle!!! In dem schönen Handarbeitsladen ZigZag gab es alles was das Näherinnenherz begehrt und ich hatte viel Mühe mich zu beherrschen nicht alles leerzukaufen.

Ich habe für mich fünf verschiedene Stoffe gekauft (voll viel pink) und einen süßen Roboterstoff für den Kleinen. Natürlich habe ich noch nicht die geringste Ahnung, was ich damit nähen will. Aber im Moment freut es mich schon allein sie im Schrank liegen zu sehen, sodass das Vernähen auch noch Zeit hat :).

Stoff Mama

Stoff K

Karibib

In Karibib war ich nur im Pep-Store (viel mehr gibt’s da auch nicht), und habe auch nur Dinge gekauft, die ich wirklich brauchte: einen Ersatzkoffer, weil meine Eltern einen von uns schon mit zurückgenommen hatten, eine Sonnenbrille, weil der Kleine meine alte zerbrochen hatte und ein Abschiedsgeschenk für die kleine Tochter einer Farmangestellten. Meine Ausrede um endlich mal süße Mädchenklamotten zu kaufen :P.

Mädchenoutfit

Windhoek

In Windhoek gibt es keine schnuckelige Altstadt, wie in den meisten deutschen Städten. Es gibt nicht einmal eine richtige Haupteinkaufsstraße, wie in Swakopmund. Auf der Independence Avenue gibt es zwar ein paar große Läden, aber das richtige Shoppingleben spielt sich in den Malls ab. Die größte ist wohl die Maerua Mall, gefolgt vom Wernhil Park und direkt daneben die Town Square Mall und die Post Street Mall. In den Malls gibt es Bekleidungsgeschäfte, Buch-, Elektronik- und Spielwarenläden, je mindestens einen Souvenir-Shop und Cafés und Restaurants. Da wir nur die letzten zwei Tage in Windhoek waren, ging es weniger darum etwas für uns selbst zu kaufen, als dass wir vielmehr nach Mitbringseln für Freunde gesucht haben.

Außerdem wollte ich unbedingt so ein Solarglas haben, wie mein Schwiegervater sie auf der Farm überall stehen hat.

2015-09-16 (25)

Meine Mutter hatte sich eins gekauft, als wir in Etosha waren, aber ich dachte natürlich ich finde irgendwo noch ein billigeres. Pustekuchen! In ganz Windhoek (bzw. so weit die Füße mich trugen) konnte ich keins finden. Also habe ich mir, sobald wir in Deutschland waren, eins im Internet bestellt, von Sonnenglas, direkt aus Südafrika…

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Falls einen die Füße nicht mehr tragen, sind die Taxis übrigens super. Man zahlt nicht für die Strecke, sondern im Stadtgebiet einfach einen Festpreis von 20 N$ pro Person, das sind ca. 1,30€. Dafür muss man allerdings damit rechnen, dass noch Leute zusteigen, wenn nicht alle Plätze belegt sind.

Noch ein Tipp am Rande: Die beiden Souvenir-Shops im Gate-Bereich des Hosea Kutako Flughafens bieten viele der Sachen günstiger an, als die Souvenierläden im Inland. Also noch einmal DIE Gelegenheit, seine ganzen Nam-Dollar loszuwerden!

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Namibia Teil 2: Namibia für Babys!

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Auf dem hier gezeigten Bild, sieht man ein Kind im Namibiaurlaub beim Essen, bzw. wie es mit Lätzchen ausgestattet gespannt beobachtet, wie Mama das Gläschen öffnet 😉

Bei meinem letzten Besuch in Namibia, der ja 5 Jahre zurückliegt, habe ich natürlich nicht auf die angebotenen Babyprodukte geachtet. Ich wusste aber, dass in den Städten die Supermärkte eigentlich alles haben, was das europäische Herz begehrt. Beim Packen riss ich mich also zusammen und packte nur eine dicke Packung Feuchttücher, ein Paket Windeln (Pampers BabyDry, wegen Nachts und so…) und Pulver für Abendbrei ein, man kann ja nie wissen.

Vom Windhoeker Flughafen ging es dann auch ersteinmal nach Karibib, zu Olaf’s Tante, wo wir uns akklimatisieren konnten.

In Karibib gab es dann sogar zwei Supermärkte (SMIG und OK) und den PEP-Store (so ähnlich wie KiK). Ich sah mich also erstmal nach Windeln um. Pampers gab es mehr Auswahl als beim Rossmann, aber auch sehr teuer. Den „Hausmarken“ wollte ich nicht so recht trauen, also blieb das mittlere Preissegment übrig. Ich entschied mich für die Huggies, was natürlich nichts damit zu tun hatte, dass Winnie Pooh drauf war, sondern nur weil ich davon in Deutschland schonmal Feuchttücher hatte :P.

Ich hatte 4er Windeln gekauft und grundsätzlich haben sie auch gepasst. Die saßen aber schon wesentlich enger als die Pampers und wenn man die Windeln übereinandergelegt hat, waren die einen ganzen Zentimeter schmaler! Ich hatte halt schon für den ganzen Urlaub gekauft, anstatt erstmal zu gucken, wie es passt und dann mehr zu holen. Also: Augen auf beim Windelkauf!!!

In den Supermärkten machte ich mich dann über die Babygläschen her. Ich suchte nach Mittagsbrei und Obst zum snacken. So zuckerlose Snacks wie bei uns (z.B. Reiswaffeln, gepufftes Getreide, Obstriegel) gab es leider nicht.

Ich habe mich einfach wild durchs Sortiment gekauft, daher auch Abendbrei, obwohl ich ja selbst welchen hatte.

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Die Quetschies waren im Prinzip genau wie bei uns, es gab welche nur mit Obst und welche mit Obst und Gemüse. Auch die Obstgläschen unterschieden sich nicht von dem, was man bei uns bekommt. Bei den Gemüse/Gemüse-Fleisch-Gläschen fiel einem jedoch sofort auf: Hier gibt nicht die Karotte den Ton an, sondern der Butternut-Kürbis. Nur die Spaghetti Bolognaise kamen ohne Kürbis aus.

Beim Abendbrei sah es hingegen ganz anders aus als bei uns. Während hier ja in der Regel zu Abend Milch-Getreide-Brei konsumiert wird, enthielten die Abendbrei hier alle Fleisch und Gemüse.

Auf den Gläser standen nicht nur die Zutaten, sondern auch Hinweise für die Mutter, die bei uns durch Ratgeberbücher und Werbeheftchen vermittelt werden. Zum Beispiel stand auf jedem Glas in Großbuchstaben: DO NOT ADD SALT AND/OR SUGAR! Mein Schwiegervater fragte mich auch schon am Anfang der Reise, ob der Kleine denn nicht einfach unser Essen mitessen kann, er sei doch schon alt genug. Darauf antwortete ich ihm, dass das mit der festen Nahrung theoretisch schon ginge, das Essen aber einfach viel zu scharf gewürzt sei. Er erwiederte nur stirnrunzelnd „Achso“ und fing an die Pfeffermühle über sein Fleisch zu entleeren…

Auf den Gläschen wurde auch nocheinmal darauf hingewiesen, dass man erst ab dem sechsten Monat Gläschenkost oder Selbstgekochtes geben soll und es wurde das Stillen bis zu 24 Monaten empfohlen.

In Swakopmund waren wir dann beim Spar, der eine wesentlich größere Auswahl (auch deutscher Produkte) hatte. Dort gab es dann auch HIPP-Breie, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass sie EU-Standards entsprechen. Da waren dann auch wieder Karotten drin :P. Bei dem Rote-Beete-Quetschi hatte ich allerdings ein bisschen Angst vor Flecken.

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Die Gläschen auf dem letzen Bild fand ich am spannendsten: Ganz links haben wir Maisbrei oder wie es in Namibia heißt Milipap mit Vanille. Es steht sogar extra drauf Tastes of Africa und ein kleiner Dreibein-Topf ist auch abgebildet um es als ein südafrikatypisches Gericht zu kennzeichnen. Die zwei Gläschen in der Mitte sind als „fruity Meal“ gekennzeichnet. Also ein normaler Mittagsbrei, aber mit Obst (z.B. Ananas oder Birne). Ganz rechts finde ich, haben wir das exotischste Gläschen: Rosinen-Brei!

Dem Kleinen hat auf jeden Fall alles geschmeckt und es gab nur minimale Stuhlveränderungen, die ich aber auf Klima und Wasser zurückführe ;).

Solange man in Stadtnähe ist, oder wenn man vor seinem Abenteuer-Urlaub einen Supermarkt aufsucht, kann man auf jeden Fall alles besorgen, was man so zur Babypflege benötigt. Was das angeht, erkläre ich Namibia offiziell als babytauglich!

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Namibia Teil 1: Die Flüge

Sundowner

So, die Urlaubsbilder sind ausgemistet – begonnen wurde mit einem Berg von 2.763 Fotos – und langsam kehrt wieder der Alltag ein (Hat ja auch nur ne Woche gedauert…). Ich habe mich entschlossen bei meiner Reiseberichterstattung nicht chronologisch, sondern thematisch vorzugehen. Beginnen werde ich aber trotzdem mit dem Hinflug!

Schon im Vorfeld des Fluges haben wir nachgefragt, ob es möglich wäre das Babybassinet vorzubestellen. Die Sachbearbeiterin meinte, sie würde uns das Bassinet reservieren, wir müssten ihr aber noch das ungefähre Gewicht bei Flugantritt nennen, da man das Bassinet nur bis 12 Monate und 10 Kg nutzen kann. Kein Problem, der Kleine ist ja ein Leichtgewicht. Von Deutschland nach Namibia fliegen zwei Airlines direkt und zwar ist das Condor von München und Air Namibia von Frankfurt. Ansonsten gibt es noch etwas günstigere Verbindungen über Südafrika oder Äthiopien, aber da ist man dann auch doppelt so lange unterwegs. Wir haben Air Namibia genommen, da Frankfurt von uns aus recht schnell zu erreichen ist und da Air Namibia Nachtflüge macht. Unser Flug ging dann um 20:10 Uhr und morgens ist man in Afrika :).

Da kam er dann also der große Tag. Meine Eltern haben uns mit dem Großraumtaxi abgeholt und wir sind dann mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen gefahren. Dort angekommen sagte man uns dann, dass das Babybassinet nur bis 6 Monate und 8 Kg zugelassen wäre und wir es deshalb nicht haben können. Das habe ich ja immer gerne, wenn niemand sich auskennt. Naja, also kein Babybettchen. Ich mache mich schonmal auf eingeschlafene Beine auf dem 9 1/2 Stunden-Flug gefasst. Aber Halt! Wir bekommen doch tatsächlich eine ganze 4er-Reihe in der Mitte nur für uns drei! Olaf sitzt also auf einem Außenplatz und ich kann in der Nacht mit dem Kleinen auf den restlichen drei Plätzen kuscheln. Sehr schön, auch wenn wir die Reihe direkt vor der Toilette hatten.

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Wir hatten und gegen einen eigenen Sitzplatz entschieden, da der Kleine bei so einer langen Strecke eh die meiste Zeit auf meinem Schoß gesessen hätte und wir uns die 1000€ dann sparen wollten. Im Endeffekt ist so ein Loop Belt aber echt für’n Arsch. Ich finde man kann vorher viel lesen, aber das selber erleben ist dann halt doch noch mal was anderes. Der Gurt ist viel zu steif Gurt und die Schnalle ist genauso groß wie bei den Erwachsenen. Der Gurt hilft einfach nur, dass das Kind nicht durchs Flugzeug krabbelt, bzw. im Ernstfall fliegt. Wobei ich auch nicht glaube, dass die Erwachsenen-Gurte im Ernstfall wesentlich mehr helfen…

Der Kleine hatte bis zum Flughafen eigentlich ganz gut mitgemacht. Man war ja auch ständig am Rumlaufen und es gab immer was zu sehen. Nach dem Security-Check wurde es dann schon schwieriger. Einfach da sitzen und aufs Einsteigen warten ist halt langweilig, nicht nur für uns. Dann gibt es im Wartebereich auch keine Wickelmöglichkeit mehr. Also schön auf den Stühlen gewickelt und in die hinterste Ecke zum Stillen verzogen. Als dann zum Pre-Boarding für Familien aufgerufen wurde (außer uns waren noch ein Paar mit zwei Töchtern im Grundschulalter, zwei allein reisende Teenager-Jungs und eine ältere Dame im Rollstuhl zugelassen) sind wir sofort an Bord. Wir hatten dann nochmal gefragt, ob wir auf einem der leeren Sitze unseren Maxi Cosy installieren dürfen, aber die Bitte wurde abgelehnt. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, denke ich auch, dass der Maxi Cosy wahrscheinlich gar nicht zwischen die Sitze gepasst hätte. Mann, war das eng!

Sobald das Handgepäck verstaut war und wir unsere Plätze eingenommen hatten, drehte der Kleine auf. Alles wurde bestaunt, betatscht und mit lauten Bewunderungsrufen kommentiert. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, er ist immer wie so ein kleines Äffchen und macht spitze Ah- und tiefe Uh-Laute. Unser Vordermann fühlte sich schon dadurch beim Genuss des Board-Entertainments gestört und ich dachte nur er kann doch froh sein, dass der Kleine nicht schreit. Dieser Erkundungsmodus (vor allem der Fernbedienung) ging bis ca. 24 Uhr, dann wurde er langsam müde. Mit mehreren Positionswechseln und kurzen Schlafunterbrechungen hielt er bis zum Frühstück um 4:30 Uhr durch, dann war er wieder hellwach aber wir auch schon fast im Landeanflug. Ein bisschen Gequengel, kein Geschrei! Für seien ersten Flug war ich echt zufrieden.

Dementsprechend gelassen sah ich dann auch dem Rückflug entgegen. Der ging erst um 21:35 Uhr, der letzte Flug des Tages von Windhoek. Der Flughafen war also fast ausgestorben und der Kleine konnte sich krabbeltechnisch in der Vorhalle nochmal so richtig auspowern. Meine Eltern waren schon vor einer Woche wieder abgereist, dafür war beim Rückflug ein befreundetes Paar dabei, dass uns beim Gepäck helfen konnte. Kind, Autositz und dreimal Koffer plus Handgepäck ist gar nicht so einfach zu machen, vor allem, da man die Gepäckwagen in so gut wie allen Flughafenbereichen nicht benutzen darf. Das gilt sowohl für Windhoek, als auch Frankfurt! Am einfachsten ist es, wenn man das Baby umgebunden hat, dann hat man mit Rucksack und zweimal Handgepäck schon ne Menge gestemmt. Dafür, dass der Flughafen so winzig ist, hatte er aber wenigstens einen Wickeltisch in der Damentoilette.

Wir haben dann nochmal versucht nach dem Bassinet zu fragen, aber auch diesmal kam die Antwort, der Kleine wäre zu groß. Dafür wurden wir aber in die Eltern-Kind Reihe gesetzt. Der oft genannte Nachteil, dass man das Handgepäck nicht bei sich hat, hat mich bei diesem speziellen Flug nicht weiter gestört. Die Beinfreiheit ist Wahnsinn, aber dadurch, dass diesmal alle vier Plätze voll waren und ich den Kleinen die ganze Zeit auf dem Schoß hatte, war es schwer ihn am runterrutschen zu hindern. Ich musste die Füße entweder auf Zehenspitzen lassen, was bei fast zehn Stunden Flug einfach unrealistisch ist, oder etwas unter die Füße stellen, damit die Knie höher sind als der Schoß. Ich habe also eine Tasche unter die Füße getan und die Decke drübergelegt, sodass das Kabinenpersonal die Tasche nicht sieht und meckert :P. Direkt nach dem Einsteigen habe ich den Kleinen dann angelegt und er ist sofort eingepennt. Danach kamen noch die Belehrungen, das Abendessen wurde serviert (Ich habe auf Olafs Tisch gegessen – Tisch ausklappen mit Kind auf dem Schoß geht nicht) und wir haben einen Film geguckt, aber er hat trotzdem bis zum Frühstück durchgeschlafen. Beim Frühstück hat er dann ein bisschen am Brötchen geknabbert und ist sofort wieder eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als wir gelandet waren.

Ich würde ja sagen wir fliegen bald wieder, das klappt ja fantastisch, aber irgendwie traue ich dem Braten nicht so ganz!

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Einmal gut geflogen, immer gut geflogen? Oder war das immer von der Tagesform abhängig?

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Feedback Urlaubslektüre

Wir sind gestern aus unserem vierwöchigen Namibiaurlaub zurückgekommen! Und ja, ich habe euch ein bisschen angeschwindelt und WordPress hat einfach vollautomtisch weitergepostet, aber man soll die Einbrecher schließlich nicht wissen lassen, dass man nicht Zuhause ist ;).

Ich muss gestehen, ich bin noch ziemlich platt und nicht wirklich in der Lage den Urlaub adäquat zusammenzufassen. Also hier nur ein kleines Feedback zu meiner Urlaubslektüre. Angekündigt hatte ich ja Folgendes:

In die Tiefe gehen

Fliegen mit Baby und Kleinkind – Kerstin Führer

Ich habe das Buch nicht komplett durchgelesen, sondern nur die Kapitel, die für mich von Interesse waren. Mitgenommen hatte ich es dann auch nicht, obwohl ich bestimmt zwanzig Minuten, bevor das Taxi uns eingesammelt hat, noch mal panisch drin rumgeblättert habe :P. Ich bin nicht so der Sachbuch-Leser, aber sobald sich ein Kind ankündigt, deckt man sich irgendwie ohne Ende mit Ratgebern ein. Davon sind viele total sinnlos und lassen sich in der Praxis dann doch nicht gebrauchen. Das gilt für dieses Buch nicht! Ich finde es wirklich sehr hilfreich und denke, dass ich es auch bei weiteren Urlauben noch zu Rate ziehen werde. Es ist sehr übersichtlich gegliedert, hat Checklisten und ein Frageregister (à la FAQ).

Madleen Nothnagel – Ein Eisbär in Afrika

Ich sage es einfach wie es ist: Das Buch hat mir nicht gefallen. Der Untertitel lautet „Mit Kleinkind auf Abenteuerreise durch Namibia – und von der Reise zu sich selbst“. Abenteuerreise ist das halt nicht wirklich finde ich. Die drei besuchen alte Freunde, die der Vater des Eisbärs in 20 Jahren Namibiareisen zusammengesammelt hat und umso mehr Erfahrung, desto weniger Abenteuer. Ist zumindest meine Meinung. Natürlich ist das alles mit Kind ein bisschen anders, aber alles gut machbar. Es geht sehr viel um Madleen Nothnagels „Reise zu sich selbst“, wesentlich mehr als ich erwartet hatte. Klar gibt es witzige Situationen mit dem Kleinen und wenn man schonmal in Namibia war, erkennt man viel wieder. Aber für Außenstehende ist es viel Blabla und wenig Information. Dazu kommt, dass ich ihren Schreibstil nicht mag und mir auch die Frau an sich in mehreren Passagen einfach unsympathisch war. Und da ich keinerlei Ambitionen habe, das Buch erneut zu lesen, habe ich es einfach in Namibia gelassen…

Spurensuche in Namibia – Dieter Kreutzkamp

Dieter Kreutzkamps schreibt seit über 30 Jahren Reiseberichte, dementsprechend ausgereift ist sein Schreibstil. Das Buch liest sich total schnell und ist gut geschrieben. Man merkt richtig, wieviel Spaß Dieter Kreutzkamp bei seiner Reise hatte. Allerdings ist er halt Berufsreisender, das heißt, er hat unglaublich viel Zeit für seine Reise und mehr Geld als jeder Normal-Urlauber. So hätte ich zum Beispiel auch gerne die Ballonfahrt über die Namib-Wüste gemacht, aber leider hatten wir nicht 200€ pro Kopf übrig… Zu dem Reisebericht gibt es noch einen Teil mit Informationen zu Land und Leuten.

Ansonsten habe ich mit beim Hinflug in Frankfurt mit den kostenlosen Zeitschriften eingedeckt. Nicht dass ich tagsüber viel Zeit zum Lesen gehabt hätte, aber da in Namibia ja schon um 19 Uhr dunkel ist, hat der Kleine immer schon früh geschlafen *yeah*.

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Sommerhose aus Maxikleid

Manche Frauen haben da diese ganz spezielle Problemzone… Sie erlaubt es einem zum Beispiel nicht, an einem richtig heißen Sommertag, ein Kleid ohne kuschelig warme Radler-/Strumpfhosen zu tragen. Bei meinem letzten Namibia-Besuch vor fünf Jahren, kannten meine Oberschenkel dieses Problem noch nicht. Heute sieht die Sache ein bisschen anders aus.

Was packt man also ein, wenn der Babybauch immer noch nicht soweit zurückgegangen ist, dass die alten Sommerhosen passen und man einfach genug davon hat, bei hohen Temperaturen immer drei Schichten zu tragen?

Ich habe mich gegen Neukaufen und für Neumachen entschieden. Also wird aus meinem alten Maxikleid eine fluffig luftige Sommerhose.

00 vorher Kleid

Irgendwie habe ich kein besseres Foto von dem Kleid gefunden. das war in Namibia, September 2010. Durch den Laufschritt ist das Kleid ein bisschen hochgeschoben, es sieht also kürzer aus, als es wirklich ist. Die Träger sieht man nicht, weil ich sie ins Kleid gestopft hatte. Sonst hat man immer so einen fetten Knoten auf der Schulter gehabt.

Die Träger wurden dann auch gleich als erstes abgeschnitten!

01 Bändel abschneiden

Dann habe ich den Kleid auf Hüfthöhe angezogen und vor dem Spiegel geschaut, wo ich ungefähr den Schritt ansetzen muss. Ich sage schonmal gleich, das ging voll in die Hose. Er ist jetzt viel zu weit oben und ich muss die Hose ganz schön auf Hüfte tragen, damit es nicht allzu schlimm aussieht. Aber die Leute im Urlaub sieht man ja eh nicht wieder :P. Also: Schön großzügig den Schritt bemessen!!! Und wer schonmal ne Hose genäht hat, kennt sich wahrscheinlich auch eh viel besser aus als ich…

Ich habe also die Stelle wo ich den Schritt vermutete mit einer Stecknadel markiert und das Kleid dann in der Mitte gefaltet und ebenfalls festgesteckt.

02 Markieren 03 zusammenlegen

Den Schnitt habe ich einfach gerade gemacht, wahrscheinlich wäre es da für die nächste Hose sinnvoller da ein bisschen Form im Schritt reinzubringen.

04 schneiden (1) 04 schneiden (2)

Dann kommt die Nähmaschine zum Einsatz. Die Hosenbeine habe ich einfach auf links zusammengenäht. Anschließend habe ich für jedes Bein ein Gummiband zugeschnitten (mit 2cm Zugabe, die dann übereinandergelegt wird) und dieses rund zusammengenäht. Einfach ein paarmal im Zickzack drüber und dann hält das.

05 Beine nähen 06 Gummiband

Die Beine waren nach dem Nähen unten ziemlich trompetig. Ich musste den Stoff also ein bisschen übereinanderlegen, damit es eng genug fürs Gummiband war. Ich habe das Gummiband einfach mit Zickzack-Stich am unteren Rand der Hose innen festgenäht, ganz zweckmäßig, nicht hübsch. Den Rand dann einmal nach innen umgeklappt und dann nochmal mit nem geraden Stich hübsch fixiert. Ist jetzt nicht besonders vorzeigbar, aber hält ;).

07 feststecken

08 Gummizug

Hier also die fertige Hose. Das mit dem Schritt sieht halt echt ein bisschen blöd aus, vor allem hinten, aber es fühlt sich nicht störend an und wenn man die Hose noch was runterzieht geht’s auch.

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